1956
1956 schlossen sich eine Handvoll Vöcklabrucker Gymnasiasten aus einer gemeinsamen leidvollen Erfahrung heraus zu einem „Karzerklub“ zusammen, um gemeinsam durch dick und dünn zu gehen.
In diesem Jahr kam es bekanntlich in Ungarn zum Aufstand gegen das diktatorische kommunistische Regime, der zuletzt unter den Waffen der russischen Truppen zusammenbrach. Jene Studenten hatten den vergeblichen Kampf der ungarischen Bevölkerung mit heißen Herzen mitverfolgt und deren Niederlage gegen die russische Übermacht miterlebt.
Idealismus
Aus einem schwärmerischen Idealismus heraus beschlossen sie, eine Vereinigung zu gründen, die den Einsatz für Freiheit in jeder Form auf ihre Fahnen heftet. Es war nur die Frage, wie eine solche ausschauen sollte. 1957 wurden sie durch einen Vöcklabrucker Arzt auf die Burschenschaft hingewiesen. Das war es!
Die Burschenschaft, die im vorigen Jahrhundert als erste Bewegung im damaligen Deutschland ein geradezu radikal-demokratisches Gedankengut vertrat, mit der Forderung „Freiheit und gleiches Persönlichkeitsrecht“ für jeden Bürger war es, die den Vorstellungen unserer jungen Gymnasiasten entsprach. Und so wurde noch im selben Jahr die Pennalburschenschaft „FLORIAN GEYER“ gegründet.


